Großes Kino im Bürgerhaus: Der Abiturjahrgang feiert den oscarreifen Abschluss
Es war die glanzvolle Premiere nach einer 13-jährigen Produktionszeit: Am 20. Juni 2026 verwandelte der Abiturjahrgang der Alexander-von-Humboldt-Schule das Bürgerhaus in einen Kinosaal der Extraklasse. Unter dem humorvollen Motto „Abiversal – 13 Jahre im falschen Film“ feierten die Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit ihren Familien, Lehrkräften und Ehrengästen den erfolgreichen Abschluss ihrer Schullaufbahn und das Erreichen des höchsten deutschen Schulabschlusses.
Den akustischen roten Teppich rollte zu Beginn der Abiturient Zafer Zengin aus, der die feierliche Stimmung mit einem musikalischen Auftakt perfekt einleitete. Im Anschluss übernahm Schulleiter Thomas Blumenrath das Mikrofon für die offizielle Begrüßung – ganz im Stil eines erfahrenen Produzenten. Er stellte fest, dass der Abiturjahrgang heute seinen „letzten Auftritt“ auf der schulischen Bühne feiere. Im Namen der „avh-abiversal product company“ sprach er allen Beteiligten hinter den Kulissen seinen tiefen Dank aus: den Eltern, Lehrkräften, Tutorinnen und Tutoren, dem Schulelternbeirat, dem Förderverein, dem Sekretariat, den Hausmeistern sowie den Teams für Technik, Tanz und Musik. An die Hauptdarsteller des Tages gerichtet, fügte er schmunzelnd hinzu: „Schaut öfter mal zurück, vielleicht war’s doch nicht ganz der falsche Film.“
Für dynamische Hollywood-Stimmung sorgte daraufhin der Auftritt der Hip-Hop-AG, die das Publikum mit einer energiegeladenen Choreografie begeisterte. Auch Bürgermeister Herr Baaß ließ es sich nicht nehmen, den Absolventen in seinen Grußworten persönlich zu gratulieren und ihnen für die Zukunft alles Gute zu wünschen. Die Tutoren Frau Erler, Herr Graser und Herr Dr. Jurek blickten in ihrer gemeinsamen Ansprache auf die Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre zurück, gefolgt von der Schulband unter der Leitung von Frau Andresen. Nach der Ansprache der Elternvertreter folgte ein besonders berührender Programmpunkt: Eine Grußbotschaft der Eltern, vorgetragen in den verschiedenen Herkunftssprachen der Familien, die für einen zutiefst emotionalen und verbindenden Moment im Saal sorgte.
In der anschließenden Rede der Abiturienten stand das Thema Dankbarkeit und Gemeinschaft im Vordergrund. Die Sprecherinnen bedankten sich herzlich bei allen Beteiligten des Abends. Gleichzeitig warfen sie einen reflektierten Blick auf ihre gemeinsame Zeit: „Wir sind alle unterschiedlich gestartet, aber jetzt stehen wir alle hier und haben unser Abitur. Und das ist das Einzige, was zählt“, hieß es im Text. Auch die neuen Freundschaften, die oft erst in den letzten Jahren entstanden sind, wurden gewürdigt: „Ein paar meiner besten Freunde habe ich vor der Oberstufe gar nicht gekannt.“ Direkt im Anschluss untermauerte die Abiband dieses Gemeinschaftsgefühl mit einer mitreißenden Version des Coldplay-Klassikers „Viva la Vida“.
Der Höhepunkt des offiziellen Teils war schließlich die feierliche Vergabe der Abiturzeugnisse. Endlich durften die begehrten Dokumente unter dem Applaus des Saals entgegengenommen werden. Doch damit nicht genug der Ehrungen: Der Förderverein überreichte im Anschluss den prestigeträchtigen Humboldt-Preis. Zudem wurden die Preise für besondere Leistungen im Abitur 2026 verliehen, um herausragende Erfolge zu würdigen.
Nach einem letzten, umjubelten Auftritt der Hip-Hop-AG ging der Abend in den entspannten Teil über. Nach den traditionellen Gruppenfotos der einzelnen Kurse hieß es schließlich: Klappe zu, Film ab für die Party! Bei ausgelassener Stimmung feierten die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten ihren verdienten Erfolg beim Abiball bis tief in die Nacht hinein – im Kreis von Freunden und Familie, und diesmal ganz sicher im goldrichtigen Film.
